Der Hauptbestandteil von Speisesalz ist Natriumchlorid, chemisch NaCl. Je nach Herkunft und Verarbeitung können daneben weitere Bestandteile vorkommen. Natürliche Sole kann beispielsweise auch gelöste Calcium- und Magnesiumverbindungen enthalten.
Zu unterscheiden sind natürliche Begleitstoffe und gezielt zugesetzte Bestandteile. Bei Jodsalz werden Jodverbindungen zugesetzt; manche Speisesalze sind zusätzlich mit Fluorid angereichert. Ob ein Salz solche Zusätze enthält, lässt sich auf der Verpackung nachlesen.
Auch Wasser kann zum fertigen Produkt gehören. Frisch geerntete Salzkristalle können noch Feuchtigkeit an ihrer Oberfläche und zwischen den Körnern tragen. Wie viel davon verbleibt, hängt unter anderem vom Abtropfen und Trocknen ab.
Die Zusammensetzung verändert sich während der Gewinnung: Salz kristallisiert aus, während andere gelöste Bestandteile in der Mutterlauge zurückbleiben können. Eine Analyse der Sole ist deshalb keine Analyse des fertigen Salzes. Werte der Ausgangsflüssigkeit lassen sich nicht einfach auf das geerntete Salz übertragen.
Und schließlich zählt die Menge: Der Nachweis eines Stoffes sagt zunächst nur, dass er gefunden wurde. Er bedeutet noch nicht, dass das Salz davon eine ernährungsphysiologisch bedeutsame Menge liefert.
Wer die Zusammensetzung des Soltauer Salzes genau beschreiben möchte, braucht deshalb die passenden Messwerte für das fertige Salz. Eine aussagekräftige Darstellung nennt den untersuchten Stoff, seine Menge und die zugehörige Einheit.
