Wer Salz länger aufbewahrt, kennt das Phänomen: Aus einzelnen Körnern werden kleine Klumpen. Dahinter steckt häufig ein Wechselspiel aus Feuchtigkeit, Auflösen und erneutem Kristallisieren.
Gelangt Wasser an die Oberfläche eines Salzkorns, kann sich dort etwas Salz lösen. Berühren sich mehrere Körner, entstehen zwischen ihnen kleine Flüssigkeitsbrücken. Trocknet die Feuchtigkeit anschließend ab, kristallisiert das gelöste Salz wieder aus. Dabei können feste Verbindungen entstehen, die die Körner zusammenhalten.
Feuchtigkeit gelangt zum Beispiel durch Kochdampf, einen nassen Löffel oder ausreichend feuchte Luft an das Salz. Auch Restfeuchte aus der Herstellung kann eine Rolle spielen. Wie leicht ein Salz verklumpt, hängt unter anderem von seiner Zusammensetzung, der Luftfeuchtigkeit und den Lagerbedingungen ab. Ein Klumpen allein verrät deshalb nicht, wie viele Mineralstoffe ein Salz enthält.
Im Alltag helfen wenige Handgriffe: Salz in einem sauberen, trockenen und gut verschlossenen Gefäß aufbewahren, mit einem trockenen Löffel entnehmen und vor Kochdampf schützen. Beim Würzen sollte die Vorratsdose möglichst nicht direkt über dem dampfenden Topf geöffnet werden.
Leichte Klumpen lassen sich meist vorsichtig zerdrücken. Der Vorgang dahinter ist derselbe, der das Salz ursprünglich entstehen ließ: Gelöstes Salz bildet wieder Kristalle – diesmal zwischen bereits vorhandenen Körnern.
