Salzstockbildung lässt sich allgemein erklären. Für die genauen Verhältnisse unter Soltau müssen dokumentierte Befunde und offene Fragen jedoch getrennt bleiben.
Wasser verdunstet, Salz bleibt
Verdunstet Meerwasser in abgeschlossenen Becken, konzentrieren sich die gelösten Stoffe. Verschiedene Salze können auskristallisieren und Ablagerungen bilden.
Gestein überlagert das Salz
Später können jüngere Gesteinsschichten diese Ablagerungen bedecken. Unter dem Druck der Deckschichten wird Salz verformbar. Zusammen mit Bewegungen der Erdkruste kann das zur Bildung von Salzstöcken führen – aufgewölbten Salzstrukturen im Untergrund.
Was für Soltau offen bleibt
Der dokumentierte Tiefensolebefund und die Salzhaltigkeit des Zuflusses belegen nicht sämtliche unterirdischen Fließwege. Eine genaue örtliche Entstehungsgeschichte und Aussagen zur heutigen Förderung benötigen zusätzliche Fachbelege.
Historische und geowissenschaftliche Hinweise
Urkunde von 936
In einer Urkunde Ottos I. von 936 erscheint die Ortsbezeichnung curtis salta. Die Urkunde verbindet sie mit dem Stift Quedlinburg.
Dokumentierte Tiefensole
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe dokumentierte für Soltau 2001 einen Tiefensolebefund in 205–215 Metern Tiefe mit einer Mineralisation von 292,2 g/l. Sole ist salzhaltiges Wasser; die Mineralisation beschreibt den Gehalt gelöster Mineralstoffe. Der Befund allein sagt nichts über eine heutige Förderung aus.
Ein salzhaltiger Zufluss
Die niedersächsische Denkmaltopographie beschreibt die Soltau als salzhaltigen Zufluss der Böhme.
Forschungsstand
Die Geschichte des Soltauer Salzes wird weiter erforscht. Weitere Aussagen werden erst nach belastbarer Prüfung veröffentlicht.

